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Erwerbstätigkeit fördert Gesundheit von Frauen

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Frauen, die in der Mitte ihres Lebens immer gearbeitet haben, sind im Alter gesünder

In einer neuen Studie hat sich gezeigt, dass Frauen, die in der Mitte ihres Lebens immer gearbeitet haben, später gesünder sind als nicht erwerbstätige Frauen. Zudem litten sie in den Jahrzehnten nach ihrem Renteneintritt auch weniger an Depressionen und lebten sogar länger.

Laut einem Info-Blatt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) von Anfang 2018 sind 70,6 Prozent der Frauen zwischen 15 und 65 Jahren in Deutschland erwerbstätig. Das wird sich wohl positiv auf ihre spätere Gesundheit auswirken. Denn in einer gerade im Wissenschaftsjournal „Demography“ veröffentlichten Studie wurde eine positive Langzeitbeziehungen zwischen Arbeit und Gesundheit bei Frauen nachgewiesen – sogar nach dem Renteneintritt.

Geringeres Sterberisiko

Einer Mitteilung zufolge analysierten Jennifer Caputo, Forscherin am Max-Planck-Institut für demografische Forschung, und ihre Co-Autorinnen Daten aus der National Longitudinal Survey of Mature Women in den USA.

Diese Studie begann im Jahr 1967, als die rund 5.100 teilnehmenden Frauen zwischen 30 und 44 Jahre alt waren, und begleitete diese bis sie 2003 zwischen 66 und 80 Jahren alt waren.

Die Analysen zeigten, dass Frauen, die in den ersten 20 Jahren der Studie regelmäßig erwerbstätig waren, in den darauffolgenden 16 Jahren weniger von körperlichen Beeinträchtigungen und depressiven Symptomen berichteten als Frauen, die nicht gearbeitet haben. Zudem hatten sie auch ein um mehr als 25 Prozent geringeres Risiko, bis 2012 gestorben zu sein.

Negative Erfahrungen erfordern gesundheitlichen Tribut

Negative Erfahrungen im Erwerbsleben fordern offenbar in späteren Jahren einen gesundheitlichen Tribut. Den Angaben zufolge hatten diejenigen Frauen, die sich am Arbeitsplatz diskriminiert fühlten, die ihren Job nicht besonders mochten oder bei der Arbeit nicht sehr engagiert waren, im Alter eine schlechtere körperliche und geistige Gesundheit. Sie waren aber immer noch gesünder als nicht erwerbstätige Frauen.

Wie in der Mitteilung erklärt wird, änderte sich in der Zeit, in der die Frauen der Studie ihrer Erwerbsarbeit nachgingen, in den USA die Geschlechterzusammensetzung der Erwerbsbevölkerung deutlich.

„Viele Frauen in dieser Studie arbeiteten in Beschäftigungen mit niedrigem sozialen Status oder in traditionellen Männerdomänen“, erläutert Jennifer Caputo. „Unter diesen Voraussetzungen ist es noch bemerkenswerter, dass diese Frauen später im Leben gesünder waren als jene Frauen, die nicht außerhalb des Haushalts gearbeitet hatten.“

Positiver Effekt unabhängig von der wirtschaftlichen Situation

Die Autorinnen stellten auch fest, dass die Höhe des Einkommens, die Branche und die durchschnittlichen Wochenarbeitsstunden keine Erklärung dafür liefern, dass arbeitende Frauen gesünder sind und länger leben als nicht erwerbstätige Frauen.

„Unsere Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass die Erwerbstätigkeit die Gesundheit von Frauen fördert, unabhängig von ihrer wirtschaftlichen Situation und ihren Erfahrungen am Arbeitsplatz“, so Caputo.

Die Expertin fügt hinzu: „Zum ersten Mal konnten wir über viele Jahre hinweg, auch nach dem Renteneintritt, positive Langzeitbeziehungen zwischen Erwerbsarbeit und Gesundheit bei Frauen nachweisen.“

Schutz vor altersbedingtem Gedächtnisabbau

Schon in früheren wissenschaftlichen Untersuchungen hat sich gezeigt, dass Erwerbsarbeit auf Frauen positive gesundheitliche Auswirkungen haben kann.

So ergab eine auf der Alzheimer Association International Conference (AAIC) 2019 in Los Angeles vorgestellte Studie der UCLA Fielding School of Public Health, dass es Frauen hilft, sich vor einem altersbedingten Gedächtnisabbau zu schützen, wenn sie einer bezahlten Arbeit nachgehen.

Die Forschenden berichteten in einer Pressemitteilung, dass die durchschnittliche Gedächtnisleistung zwischen dem Alter von 60 und 70 Jahren bei verheirateten Frauen mit Kindern, die nie eine Erwerbstätigkeit ausgeübt hatten, um 61 Prozent schneller zurückging, verglichen mit verheirateten arbeitenden Müttern. (ad)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.


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